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Die Bruderliebe ist das erste Werk der neuen Geburt

"Da ihr eure Seelen durch den Gehorsam gegen die Wahrheit zur ungeheuchelten Bruderliebe gereinigt habt, so liebt einander anhaltend, aus reinem Herzen„
1 Petr 1,22.

Die Bruderliebe tröstet, ermutigt, ermahnt und richtet

„Denn was gehen mich auch die an, die außerhalb der Gemeinde sind, dass ich sie richten sollte?

Habt ihr nicht die zu richten, welche drinnen sind?

Die aber außerhalb sind, richtet Gott. So tut den Bösen aus eurer Mitte hinweg!“
1.Kor 5,12-13
Bruderliebe

das Thema der Berufung Gottes beschäftigt uns noch weiter und fokussiert uns einmal mehr auf die grundlegenden Wahrheiten im Plan Gottes für uns, Seine Kinder, Seine Gemeinde.

Zunächst wollen wir noch einmal die entscheidende Schriftstelle gemeinsam lesen:
Röm 8,28. "Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Guten mitwirken, denen, die nach ‹seinem› Vorsatz berufen sind.
29. Denn die er vorher erkannt hat, die hat er auch vorherbestimmt, dem Bilde seines Sohnes gleichförmig zu sein, damit er der Erstgeborene sei unter vielen Brüdern.
30. Die er aber vorherbestimmt hat, diese hat er auch berufen; und die er berufen hat, diese hat er auch gerechtfertigt; die er aber gerechtfertigt hat, diese hat er auch verherrlicht."

Hier werden uns die ewigen Ratschlüsse vorgestellt, die Gott unabhängig von der Stellung des Menschen und ungeachtet der menschlichen Verantwortlichkeit festgelegt hat. Etwas später finden wir im Neuen Testament – im Epheserbrief – eine detailliertere Darlegung dieser ewigen Ratschlüsse, die Gott in und durch Seinen Sohn, den Herrn Jesus Christus, ausgeführt hat.

Wir schauen uns nun gleich die 5-Stufen auf dem Weg zur Herrlichkeit an, die uns der Heilige Geist durch den Apostel Paulus in Römer 8 vorstellt.
In diesem Zusammenhang ist es von entscheidender Wichtigkeit, dass Paulus hier die Sicht aus Gottes Perspektive darstellt.

Diese Perspektive fasst er im Vers 30 so zusammen:
Röm 8,30. "Die er aber vorherbestimmt hat, diese hat er auch berufen; und die er berufen hat, diese hat er auch gerechtfertigt; die er aber gerechtfertigt hat, diese hat er auch verherrlicht."

Sehen wir das? Alles kommt von Gott; Er ist es, der alles beginnt und auch zu Ende führt.

Aber, da kommt ein großes ABER! In dem Moment, wo der Mensch ins Spiel kommt, gibt es Probleme. Weil der Mensch einen freien Willen hat, erlaubt es Gott, dass er sich gegen seinen Schöpfer entscheiden kann; und das tut der Mensch auch überwiegend, wie wir alle wissen.

Aber nicht nur diejenigen, die von Gott grundsätzlich nichts wissen wollen, sondern auch diejenigen, die von Gott berufen sind. Deshalb müssten wir, wenn wir die Stufen zur Herrlichkeit aus menschlicher Sicht darstellen, eine zusätzliche Stufe einbauen: Auserwählung!

Aber weil uns Paulus die "Göttliche Sicht" in 5-Stufen darstellt, so wollen wir uns darauf konzentrieren:


5-Stufen auf dem Weg zur Herrlichkeit

5-Stufen_Pyramide

1. VORKENNTNIS

Vorkenntnis ist der erste Teil von Gottes Ziel und Plan. Gottes Vorkenntnis ist ein Aspekt Seiner Allwissenheit. Der Mensch muss sich Wissen aneignen, und er tut das mit Hilfe der Informationen, die er bekommt. Wir haben unser Wissen erst, nachdem wir von anderen oder aus den Medien informiert worden sind. Gott aber weiß alles schon im Voraus, bevor Ereignisse stattfinden und Menschen da sind. Gottes Wissen ist nicht zeitlich begrenzt – es übersteigt die Zeit, genauso wie Gott selbst über der Zeit steht. Er weiß im Voraus, was geschehen wird. Er verkündigt das Ende von Anfang an, und von alters her, was noch nicht geschehen ist
Jes 46,10. "der ich von Anfang an den Ausgang verkünde und von alters her, was noch nicht geschehen ist, - der ich spreche: Mein Ratschluss soll zustande kommen, und alles, was mir gefällt, führe ich aus,"

Gottes Vorkenntnis ist nicht nur das Wissen, was geschehen wird, sondern auch das Wissen, das festlegt, was geschehen wird. Diese Vorkenntnis hinterlässt ihre Spuren in dem Lauf der Ereignisse. Sie steht in Verbindung mit Gottes souveräner, freier Auserwählung.


2. Vorherbestimmung

Als Gott uns vor Grundlegung der Welt auserwählte, hatte ER im Sinn, uns „heilig und tadellos vor sich in Liebe“ hinzustellen. Wir brauchten eine neue Natur, die mit Seinem Wesen, sowohl Seiner Heiligkeit als auch Seiner Liebe, übereinstimmt. Denn Gott ist Licht, und Er ist Liebe.

Dieses Vorrecht ist uns in der neuen Geburt zuteil geworden. Als Nächstes haben wir die Vorherbestimmung im Hinblick auf unsere „Sohnschaft durch Jesus Christus für Sich selbst, nach dem Wohlgefallen Seines Willens.“
Eph 1,5. "...und uns vorherbestimmt hat zur Sohnschaft durch Jesus Christus für sich selbst nach dem Wohlgefallen seines Willens,"

Allerdings müssen wir unbedingt den Vers vorher beachten, der zwar erst mit Stufe 3 zu tun hat, aber doch entscheidend ist, da alles nur in IHM - in Christus wirksam ist.
Eph 1,4. "wie er uns in ihm auserwählt hat vor Grundlegung der Welt, dass wir heilig und tadellos vor ihm seien in Liebe,"

Dies macht klar, dass Vorherbestimmung sich auf eine zusätzliche Segnung bezieht. Während Berufung und Auserwählung mit Kindschaft in Verbindung steht, hat Vorherbestimmung mit dem Erlangen der Sohnschaft zu tun. Solange wir im Fleisch waren, konnten wir nicht als Seine Kinder anerkannt werden. Ein Kind Gottes zu sein, ist sozusagen eine Grundvoraussetzung, um in Seiner Gegenwart erscheinen zu können. Dies ist die neue Geburt aus dem Wort und dem Geist Gottes.

Darüber hinaus hat Gott uns die Stellung von Söhnen geschenkt, die besondere Segnung der Sohnschaft. Wir sind jetzt Teilhaber des Sohnes Gottes, der Mensch wurde, um uns zu erlösen und zu Gott zu bringen. Durch Jesus Christus stehen wir vor Gott als Söhne, Söhne für Ihn, Söhne, an denen Gott Wohlgefallen hat.

Wir verstehen, dass diese besondere Vorherbestimmung auch deswegen nötig war, weil des Menschen natürlicher Platz auf der Erde ist. Die Himmel sind die Himmel des HERRN, die Erde aber hat Er den Menschenkindern gegeben.
Jetzt aber ist ein Mensch in den Himmel versetzt, in die Herrlichkeit Gottes, weil Er Gott auf der Erde verherrlicht hat. Aber dieser Mensch, der Mensch Jesus Christus, ist dort nicht allein. Er hat Teilhaber, Er hat Brüder. Er ist verbunden mit einer Schar von Söhnen, und in ihrer Mitte ist Er der Erstgeborene. Das bedeutet, dass Er den ersten Platz unter ihnen einnimmt; Er ist mit ihnen vereinigt, aber doch vor ihnen ausgezeichnet.

3. Berufung

Gott ruft uns aus der Finsternis zu Seinem wunderbaren Licht
1. Petr 2,9. "Ihr aber seid ein auserwähltes Geschlecht, ein königliches Priestertum, eine heilige Nation, ein Volk zum Besitztum, damit ihr die Tugenden dessen verkündigt, der euch aus der Finsternis zu seinem wunderbaren Licht berufen hat;"

Er ruft uns aus der geistlichen und moralischen Finsternis, in der wir von Natur aus wandeln, um uns in das Licht Seiner Gegenwart zu bringen. Der Vater hat uns fähig gemacht zu dem Anteil am Erbe der Heiligen in dem Licht, Er hat uns errettet aus der Gewalt der Finsternis
Kol 1,12. "...dem Vater danksagend, der euch fähig gemacht hat zum Anteil am Erbe der Heiligen im Licht;
13. er hat uns errettet aus der Macht der Finsternis und versetzt in das Reich des Sohnes seiner Liebe."
Diese Berufung ist auch lebenspendend. Wir sind nicht nur aus der Finsternis in Sein wunderbares Licht berufen worden, sondern auch vom Tod zum Leben. Wie Lazarus, der aus dem Grab gerufen wurde, sind wir aus unserem geistlichen Todesschlaf geweckt worden. Das Wunder der Berufung besteht darin, dass die Toten die Stimme des Sohnes Gottes hören und zum Leben gebracht werden. Zu was wir berufen sind, ist das ewige Leben
1 Tim 6,12. "Kämpfe den guten Kampf des Glaubens; ergreife das ewige Leben, zu dem du berufen worden bist und bekannt hast das gute Bekenntnis vor vielen Zeugen!"

Die Berufung Gottes befähigt uns, die Segnungen, die Er vor ewigen Zeiten für uns bereitgelegt hat, zu empfangen. Die Berufung geschieht zu einem bestimmten Zeitpunkt, während der Vorsatz Gottes ewig ist. Das Ziel der Berufung ist, den ewigen Vorsatz zu erfüllen.
Diese Berufung ist eine ganz besondere Notwendigkeit, unabhängig von dem Fall des Menschen, denn sie beinhaltet das Erbe der besonderen himmlischen Segnungen, die das Teil Adams im Garten Eden weit übertreffen. Es ist die Berufung Gottes nach oben, die himmlische Berufung. Adam war unschuldig und er hatte das Paradies auf Erden, aber er war nicht berufen, in die Gegenwart Gottes im Himmel einzutreten. Seine Berufung bezog sich auf die Erde; er war für den Himmel nicht passend gemacht worden. Er war kein Christ, er war kein Teilhaber der göttlichen Natur, die das Böse ablehnt und verwirft.

Unsere Berufung ist das Werk Gottes, das aus Seiner gnädigen Vorherbestimmung resultiert. Aber es ist eine Berufung Gottes in Christus Jesus! Nur in IHM ist diese Berufung. Ohne oder außerhalb von Christus gibt es keine Berufung.


4. Rechtfertigung

Der nächste Schritt, der uns für die Herrlichkeit vorbereitet, ist die Rechtfertigung. Der sündige Mensch musste von aller Schuld freigesprochen und für gerecht erklärt werden. Er musste gerecht gemacht werden, um passend zu sein für die Herrlichkeit, zu der Gott Seine Auserwählten bestimmt hat. Denn es ist keinem ungerechten Menschen erlaubt, in Gottes Herrlichkeit einzutreten, in das reine Licht Seiner Gegenwart.
Im Hinblick auf die Rechtfertigung gilt das gleiche Prinzip, das wir in Verbindung mit der Berufung gesehen haben: sie ist ein notwendiges Bindeglied zwischen Gottes ewigem Vorsatz und der zukünftigen Herrlichkeit, in der dieser Vorsatz erfüllt sein wird. Unser Herr war nicht gekommen, um die Gerechten zu rufen (d.h. Menschen, die sich selbst für gerecht hielten), sondern Sünder zur Buße.
Luk 5,32. "...ich bin nicht gekommen, Gerechte zu rufen, sondern Sünder zur Buße"
Aber diese reuigen Sünder können nicht Sünder bleiben, sobald sie Gottes Ruf hören. Sie müssen gerecht gemacht werden.

Diese Rechtfertigung hat 3 Aspekte:

  • Sündenvergebung:
    Unsere Sünden sind uns durch das Blut Christi vergeben. Das ist eine Sache der Gnade Gottes und wir empfangen sie als Sein Geschenk. Rechtfertigung geschieht nicht durch unsere eigenen Werke, sondern durch den Glauben an Jesus Christus. Wir sind durch Gottes Gnade gerechtfertigt, durch die Erlösung, die in Christus Jesus ist.
  • Erlösung von der Sünde:
    Durch die neue Geburt haben wir Anteil an der Göttlichen Natur bekommen, wenn wir unsere alte Natur, unser Fleisch mit Christus an das Kreuz gebracht haben. Diese neue Natur muss nicht mehr sündigen; wir sind dadurch von der Knechtschaft der Sünde befreit.
  • Rechtfertigung:
    Wir sind durch den Gehorsam des einen Menschen Jesu Christus gerecht gemacht worden – wie wir durch den Ungehorsam des einen Menschen Adam Sünder geworden waren. Der Gegenstand unseres Glaubens ist einerseits der Eine, der der Sünde ein für allemal gestorben ist, andererseits ist es Gott, der Ihn aus den Toten auferweckt und Ihn zu Seiner Rechten im Himmel verherrlicht hat. Als Ergebnis davon haben wir Frieden mit Gott, wir haben Zugang zu dieser Gnade, in der wir stehen, und wir rühmen uns in der Hoffnung der Herrlichkeit Gottes.

5. Verherrlichung

Rechtfertigung berechtigt uns zu der himmlischen Herrlichkeit, für die wir von Natur aus überhaupt nicht passend waren.
Röm 3,23. „...denn alle haben gesündigt und erlangen nicht die Herrlichkeit Gottes

Deshalb ist nicht erstaunlich, dass der Römerbrief den Gegensatz zu unserer jetzigen Stellung so stark betont. Früher waren wir von der Herrlichkeit Gottes ausgeschlossen, sie war für uns unerreichbar. Aber jetzt, da wir gerechtfertigt worden sind aus Glauben, haben wir Frieden mit Gott (...) und rühmen uns in der Hoffnung der Herrlichkeit Gottes.
Röm 5,1. "Da wir nun gerechtfertigt worden sind aus Glauben, so haben wir Frieden mit Gott durch unseren Herrn Jesus Christus,
2. durch den wir im Glauben auch Zugang erhalten haben zu dieser Gnade, in der wir stehen, und rühmen uns aufgrund der Hoffnung der Herrlichkeit Gottes.
"

Römer 8
formuliert das sogar in der Vergangenheitsform: „(...) die Er aber gerechtfertigt hat, diese hat Er auch verherrlicht“ (Vers 30).
Und wieso in der Vergangenheit?
Weil dieser Ratschluss Gottes bereits vor der Erschaffung der Welt feststand.
Verherrlichung ist nicht nur eine Hoffnung, sie ist etwas, was uns in Christus zugesprochen ist.
Röm 8,24 „Denn auf Hoffnung hin sind wir errettet worden. Eine Hoffnung aber, die man sieht, ist keine Hoffnung; denn warum hofft auch jemand auf das, was er sieht?“

Der Geist Gottes in uns ist das Unterpfand unserer eigenen Verherrlichung. Gott sieht uns in Christus und in Ihm hat Er uns die Herrlichkeit gegeben, die Er, der Mensch Christus Jesus, für uns erlangt hat.

Lasst uns nun zu Römer 9 gehen, wo wir „Gefäße der Begnadigung“ Gottes genannt werden, die Er zur Herrlichkeit vorher bereitet hat.
Röm 9,23. "...und ‹wenn er handelte,› damit er den Reichtum seiner Herrlichkeit an den Gefäßen des Erbarmens zu erkennen gebe, die er zur Herrlichkeit vorher bereitet hat"

Hier ist eine Linie in die Vergangenheit gezeichnet, zu Gottes ewigem Vorsatz.
Es war Seine Absicht, uns mit Seinem geliebten Sohn eins zu machen und uns zur Herrlichkeit zu bringen. Es war Sein Wunsch, uns in Seine Gegenwart, in den Himmel, einzuführen. Das Ziel dieses ewigen Vorsatzes für die Berufenen und Auserwählten Seiner Gnade ist die ewige, immerwährende, himmlische Herrlichkeit.

Sein Plan ist es, uns in Menschen umzuwandeln, die in der Herrlichkeit das Bild Seines Sohnes tragen. Und dafür hat Er uns vor Grundlegung der Welt vorherbestimmt.

AMEN!
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Reinhold Thalhofer
AK_rund
Adnan Krikor
Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus, die Liebe Gottes und die Kraft des Heiligen Geistes, der uns Gemeinschaft untereinander und mit Gott schenkt, sei mit uns allen!

Reinhold Thalhofer und Adnan Krikor,

Knechte Jesu Christi nach dem Willen unseres himmlischen Vaters, in der Kraft des Heiligen Geistes.
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