Leitung

Das Wort Gottes.

"Denn das Wort Gottes ist lebendig und kräftig und schärfer als jedes zweischneidige Schwert und dringt durch, bis es scheidet Seele und Geist, auch Mark und Bein, und ist ein Richter der Gedanken und Sinne des Herzens." Hebr 4,12

Jesus Christus ist selbst das Wort!

Wir alle wissen, dass wir allein durch den Glauben gerettet werden. Wir werden nicht gerettet aus Werken sondern aus Glauben.

Eph 2,8. „Denn aus Gnade seid ihr errettet durch Glauben, und das nicht aus euch, Gottes Gabe ist es; 9. nicht aus Werken, damit niemand sich rühme.“

Hier stellt sich die Frage, was für einen Glauben meint die Schrift? Was ist das für ein Glaube, der uns errettet? Ist das irgendein Glaube oder ist das ein bestimmter Glaube? Offensichtlich gibt es verschiedene Arten von Glauben.

Jak 2,19 „19 Du glaubst, dass nur einer Gott ist? Du tust recht daran; die Teufel glauben's auch und zittern. 20 Willst du nun einsehen, du törichter Mensch, dass der Glaube ohne Werke nutzlos (a.Ü. tot)ist?“

Die Religionen dieser Welt

Wenn wir uns die Religionen dieser Welt anschauen, werden wir erkennen, dass sehr viele Menschen an Gott glauben; und einige glauben so, wie der Teufel auch an Gott glaubt.

Christentum ist keine Religion

Aber wir als Christen hängen nicht einer Religion an sondern sind Jünger und Nachfolger Jesu Christi.

Unser Glaube hat insbesondere ein Ziel, nämlich Jesus Christus immer ähnlicher zu werden und als seine Jünger unseren Auftrag zu erfüllen, der da lautet, Menschen aus dieser verlorenen und dem Gericht entgegengehenden Welt, die vom Satan regiert wird und deren Gott er auch ist, heraus zu rufen und in die Nachfolge Jesu Christi zu führen.

Wir haben nicht den Auftrag Gesetzes-Werke zu tun und wir haben auch nicht den Auftrag diese Welt zu retten. Das wird unser Herr Jesus Christus tun, wenn er wiederkommt, so beschreibt es uns das Wort Gottes und daran müssen wir uns auch halten.

Der Unterschied

Was ist nun konkret der Unterschied zwischen totem und lebendigem Glauben?

Wir haben ja bei Jakobus gesehen, dass der Glaube ohne Werke tot ist. Nun ist die Frage was sind denn diese Werke?

Werke des Glaubens sind völlig anders als „gute Werke“, wie man sie in der Welt kennt.

Werke des Glaubens sind Werke, die aus dem Glauben heraus verrichtet werden.

Jakobus nennt uns in seinem Brief im 2. Kapitel zwei Beispiele über die Werke des Glaubens, nämlich Abraham und Rahab. Beide haben Gottes Wort gehört, geglaubt und umgesetzt. Keine der beiden Glaubenstaten bzw. Glaubenswerke würde der natürliche Mensch gut heißen.

Für uns gilt das gleiche. Wir hören Gottes Wort, glauben und tun es. Und was sagt uns das Wort Gottes über das, was wir tun sollen?

Als Gläubige sind wir zunächst einmal Jünger Jesu und haben einen dreifältigen Auftrag:

1. persönliche Heiligung d.h. selbst Jesu Nachfolger zu sein.

2. Dienst am Leib Christi d.h. die Geschwister in die Nachfolge Jesu zu führen.

3. Dienst in der Welt d.h. das Wort den Ungläubigen zu verkündigen.

Wenn jemand von Gott berufen und auserwählt ist, wird er den Glauben empfangen und wir werden ihn im Auftrag unseres Herrn in den Leib Christi aufnehmen und in die Nachfolge Christi führen. 

Das sind unsere Werke, das sind Werke des Glaubens, nämlich das zu tun, was Gott uns sagt.

Wenn unser Glaube keine Frucht (ja, keine Werke) bringt, so wird er sterben, wie der Same im Gleichnis Jesu vom vierfachen Ackerfeld gestorben ist. Dieses Gleichnis lesen wir im Matthäus Evangelium Kapitel 13.

Geheimnisse des Himmelreichs

Die Geheimnisse des Himmelreichs beschreiben den Zeitabschnitt zwischen dem ersten und zweiten Kommen des Königs. Nachdem er beim ersten Kommen verworfen worden ist, wurde das irdische Volk beiseite getan und die Aufrichtung des Königreichs Christi wurde unterbrochen und wird erst im 1000-jährigen Reich aufgerichtet werden.

Wenn wir die sieben Gleichnisse in Kap.13, die unser Herr die "Geheimnisse des Reichs der Himmel" (V. 11) nennt, zusammenfassen, so beschreiben sie uns, wie es dem Evangelium in der Welt während des gegenwärtigen Zeitalters ergeht: Es handelt sich um die Zeit des Säens des Samens, die mit dem persönlichen Dienst unseres Herrn anfing und mit der "Ernte" enden wird (VV.40-43). Das Ergebnis ist heute eine Mischung von Unkraut und Weizen, von guten und faulen Fischen, wo immer das christliche Bekenntnis zu finden ist. Das ist das Christentum.

Das Zeichen der Endzeit ist Verführung

Wo die wahren Gläubigen den guten Samen säen, nämlich das Wort Gottes, kommt der Teufel sofort und sät Unkraut dazwischen. Das erleben wir gerade in unserer Zeit mehr denn je und wir wissen, dass dies unser Herr auch vorausgesagt hat.

Bei der Frage seiner Jünger was denn das Zeichen der Endzeit sein wird sagte er:

Mt 24,3. "Als er aber auf dem Ölberg saß, traten seine Jünger für sich allein zu ihm und sprachen: Sage uns, wann wird das sein, und was ist das Zeichen deiner Ankunft und der Vollendung des Zeitalters 4. Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Seht zu, dass euch niemand verführe!"

Das Bild des Säens bezeichnet einen neuen Anfang. In Gottes Weinberg zu arbeiten (Israel, Jes 5,1-7), ist die eine Sache; aber hinauszugehen, um den Samen des Wortes in das Feld, das die Welt ist, zu säen, das ist etwas ganz anderes (vgl. Mt 10,5).

Ein Viertel der Saat schlägt bleibende Wurzeln, und der Ertrag ist "Weizen" (V. 25; 1Petr 1,23), oder auch genannt "die Söhne des Reiches" (V. 38).

Dieses Gleichnis (VV.3-9) wird überall als Grundlage zur Erklärung der Geheimnisse des Reichs der Himmel angesehen. Es wird von unserem Herrn selbst ausgelegt (VV.18-23).

Wir fassen zusammen:

Wir werden durch den Glauben an Jesus Christus gerettet.

Dieser Glaube ist eine Gnadengabe Gottes, die allen denen zuteil wird, die Gott vor Grundlegung der Welt berufen und auserwählt hat.

Aber der Glaube allein reicht nicht aus, um das ewige Leben zu erreichen, vielmehr geht es darum, dass unser Glaube auch Werke hat, da er sonst toter Glaube ist.

Diesen toten Glauben hat der Teufel und seine Dämonen auch. Der Teufel glaubt mehr an Gott als wir alle zusammen, da er Gott persönlich kennt. Dieser tote Glaube errettet niemanden. Nur durch den lebendigen Glauben werden wir errettet.

Es geht darum, durch den Glauben Frucht zu bringen und diese Frucht ist in erster Linie die Umgestaltung unseres verdorbenen Charakters in das Wesen und den Charakter unseres großen Vorbildes Jesus Christus unseren Herrn.

Amen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus, die Liebe Gottes und die Kraft des Heiligen Geistes, der uns Gemeinschaft untereinander und mit Gott schenkt, sei mit uns allen!

Reinhold Thalhofer und Adnan Krikor,
Knechte Jesu Christi nach dem Willen unseres himmlischen Vaters, in der Kraft des Heiligen Geistes.