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Das Ziel unseres Glaubens

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Wort der Woche - KW 50 | 2016

Worum geht es Dir und uns - mit und durch unseren Glauben? Eine Selbstprüfung!

Schauen wir uns dazu einmal den Apostel Paulus an und wie er damit umgegangen ist. 

Phil 3,12. "Nicht, dass ich es schon ergriffen habe oder schon vollendet bin; ich jage ‹ihm› aber nach, ob ich es auch ergreifen möge, weil ich auch von Christus Jesus ergriffen bin."

Bist Du, sind wir, von Christus Jesus ergriffen? Verstehen wir, was das bedeutet? Oder glauben wir, ganz cool mit dem Thema umgehen zu können, weil wir ja errettet sind und schon alles wissen und haben, was wir brauchen, um sicher in den Himmel zu kommen? 

Jesus Christus ist selbst das Wort!

"Denn das Wort Gottes ist lebendig und kräftig und schärfer als jedes zweischneidige Schwert und dringt durch, bis es scheidet Seele und Geist, auch Mark und Bein, und ist ein Richter der Gedanken und Sinne des Herzens." Hebr 4,12

Kampfpreis der Berufung

Wir lesen weiter: Phil 3,13. "Brüder, ich denke von mir selbst nicht, ‹es› ergriffen zu haben; eines aber ‹tue ich›: Ich vergesse, was dahinten, strecke mich aber aus nach dem, was vorn ist;

  1. und jage auf das Ziel zu, hin zu dem Kampfpreis der Berufung Gottes nach oben in Christus Jesus."

Das ist deutlich, oder? Kampfpreis! Es geht um einen Kampf. Um welchen Kampf? Der Kampf besteht ganz einfach darin, dass wir von uns weg auf Christus hin schauen. 

Wenn Du von Christus ergriffen bist, dann wirst auch Du Christus ergreifen wollen. Paulus vergleicht sich hier mit einem Athleten, der alles daran setzt, das Ziel - die Berufung Gottes - um jeden Preis zu erreichen. Um jeden Preis! Das heißt, wir orientieren uns nach oben, zum Himmel hin, zu unserem HERRN hin, um Seiner Berufung gerecht zu werden.

Aber wie können wir erkennnen, ob wir wirklich von Christus ergriffen sind? Paulus sagt es so: "ich jage ‹ihm› aber nach, ob ich es auch ergreifen möge, weil ich auch von Christus Jesus ergriffen bin."

Das bedeutet, Du bist sein, Du gehörst Dir nicht mehr selbst, Du gehörst IHM. Mit allem, was Du bist und hast! Du willst nur noch eins: weil Du von Christus ergriffen bist, willst Du ganz und gar IHM gehören, indem Du IHN ergreifst und nicht mehr loslässt.

Wie ein verliebtes Mädchen nur noch Ihrem Geliebten gehören will und nichts anderes mehr im Sinn hat!

Die vollkommene Gemeinschaft

Das Ziel, das Paulus vor Augen hat, ist die vollkommene und reine Gemeinschaft mit Jesus Christus, der sein Leben für ihn hingegeben hat. Er erkennt, dass es hier darum geht, aus Liebe sein Eigenleben für den Anderen hinzugeben.

Jesus hat es schon getan; bist Du bereit, es auch zu tun? Dafür täglich zu kämpfen? Wie kämpfen? Indem Du Dein Fleisch, Deine alte Natur, Deinen Egoismus besiegst, indem Du Dich selbst verleugnest.

Das ist es, was Paulus von ganzem Herzen will, wonach er sich ausstreckt und mit ganzer Kraft erreichen will. Weil er IHN liebt, von ganzem Herzen liebt, weil Jesus sein ein und alles ist; und deswegen strebt er mit ganzer Kraft diesem Ziel zu: Jesus allein!

Gal 2,20. "...und nicht mehr lebe ich, sondern Christus lebt in mir; was ich aber jetzt im Fleisch lebe, lebe ich im Glauben ‹, und zwar im Glauben› an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich selbst für mich hingegeben hat."

Es geht Paulus um Christus, nicht um ein möglichst gesegnetes, leichtes, egoistisch orientiertes Leben; oder um Vollmacht und Autorität...

Es geht ihm darum, seinem Herrn zu gefallen und sein Leben für IHN einzusetzen, weil ER sein Leben für uns eingesetzt hat.

Keinerlei Ablenkung

Warum sehnt sich Paulus so sehr nach seinem HERRN, warum jagt er seiner Berufung mit ganzer Kraft nach und will sich von nichts mehr ablenken lassen, wie ein Athlet in der Kampfbahn?

Paulus weiß um seine Unvollkommenheit und bekennt, dass er noch lange nicht am Ziel ist: "Nicht, dass ich es schon ergriffen habe oder schon vollendet bin; ich jage ‹ihm› aber nach..."(...) "Brüder, ich denke von mir selbst nicht, ‹es› ergriffen zu haben..."

Als er diesen Brief schrieb, war er bereits etwa 30-Jahre im Wettlauf auf Christus hin; im Wettlauf seiner Heiligung, um Christus immer ähnlicher zu werden, zu Seiner Vollkommenheit zu gelangen, ja, zu werden, wie ER ist! Wozu? Um in der Ewigkeit mit dem HERRN und dem Vater herrliche Gemeinschaft zu haben.

Paulus ist dem HERRN begegnet, hat seine Majestät erlebt, hat erkannt, wie erbärmlich unsere irdische Existenz in Anbetracht der Herrlichkeit Christi ist. Er ist mit nichts anderem mehr zufrieden, will nur noch eins: IHM ähnlicher werden; täglich, stündlich, minütlich!

Wie steht es mit Dir?

Brennt in Dir das Feuer der Liebe zu Deinem HERRN? Willst auch Du IHM gefallen und IHM nachjagen? Dazu reicht es nicht, zu sagen: na ja, keiner von uns ist schließlich vollkommen...

Wir dürfen es nicht zulassen, dass wir selbstzufrieden vor uns hinleben, Dinge tun, die wir nicht tun sollen und Dinge unterlassen, die wir tun sollten.

Lassen wir uns ergreifen von Seiner Liebe und jagen wir IHM nach, so wie Paulus, der in Anbetracht der Heiligkeit, Erhabenheit und Majestät Jesu Christi seine Unvollkommenheit und Verdorbenheit erkannte und sich mit allem, was ihm möglich war, nach Christi Vollkommenheit sehnte.

Glaube nicht, schon am Ziel zu sein, weil Du regelmäßig in der Bibel liest, betest, den Gottesdienst besuchst, grobe Sünden vermeidest und möglichst freundlich bist.

Spurgeon sagte dazu: "Du bist nicht reif, wenn Du eine hohe Wertschätzung von Dir selber hast. Je heiliger wir zu glauben sind, desto mehr erkennen wir unsere Unvollkommenheit und die Bedürftigkeit"

Mit dem herrlichen Wort des Apostels Johannes möchten wir abschließen:

1 Joh 3,2. "Geliebte, jetzt sind wir Kinder Gottes, und es ist noch nicht offenbar geworden, was wir sein werden; wir wissen, dass wir, wenn es offenbar werden wird, ihm gleich sein werden, denn wir werden ihn sehen, wie er ist."

Amen!

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus, die Liebe Gottes und die Kraft des Heiligen Geistes, der uns Gemeinschaft untereinander und mit Gott schenkt, sei mit uns allen!

Reinhold Thalhofer und Adnan Krikor,
Knechte Jesu Christi nach dem Willen unseres himmlischen Vaters, in der Kraft des Heiligen Geistes.

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