Gebet

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Wort der Woche - KW 43 | 2015

Wie viele Bücher gibt es über das richtige Beten? Sie sind nicht zu zählen. Deshalb wollen wir uns auf das „Buch der Bücher“ konzentrieren und von Jesus direkt lernen.

Als die Jünger erkannten, dass alle Kraft, Lehre, Erkenntnis, Einsicht und Weisheit Jesu aus der Gemeinschaft mit seinem Vater im Himmel kam - die ER durch das Gebet pflegte - baten sie ihn, dass er sie das Gebet lehrte. Das tat Jesus dann wie folgt:

Mt 6,7. „Wenn ihr aber betet, sollt ihr nicht plappern wie die von den Nationen; denn sie meinen, dass sie um ihres vielen Redens willen erhört werden. 8. Seid ihnen nun nicht gleich! Denn euer Vater weiß, was ihr benötigt, ehe ihr ihn bittet. 9. Betet ihr nun so: Unser Vater, der ‹du bist› in den Himmeln, geheiligt werde dein Name; 10. dein Reich komme; dein Wille geschehe, wie im Himmel so auch auf Erden!“

Jesus ging es also immer zuerst darum, dass

  • der Vater geehrt,
  • sein Reich aufgerichtet wird und
  • sein Wille geschehe.

Interessant ist hier, dass Jesus zunächst betont, dass unser Vater im Himmel im Voraus weiß, was wir benötigen. (d.h. was wir brauchen, nicht was wir wollen!)

Er betet weiter: Mt 6,31. „So seid nun nicht besorgt, indem ihr sagt: Was sollen wir essen? Oder: Was sollen wir trinken? Oder: Was sollen wir anziehen? 32. Denn nach diesem allen trachten die Nationen; denn euer himmlischer Vater weiß, dass ihr dies alles benötigt.33. Trachtet aber zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit! Und dies alles wird euch hinzugefügt werden.“

Mit anderen Worten sagt unser HERR hier: wenn wir unser Herz auf das Reich Gottes ausrichten und dem Hl. Geist in uns erlauben, danach zu trachten und dafür zu beten, wird Gott uns alles geben, was wir täglich brauchen. Halleluja, was für eine Offenbarung?

Wenn wir nun die entscheidenden Einsichten zum richtigen Beten zusammenfassen wollen, dann dürfen wir feststellen, dass es drei ganz grundsätzliche Arten des Gebetes gibt:

  1. Das geistliche Gebet:
    Dieses Gebet ist auf Gott, sein Reich und seinen Willen ausgerichtet.
    1 Joh 5,14. „Und dies ist die Zuversicht, die wir zu ihm haben, dass er uns hört, wenn wir etwas nach seinem Willen bitten. 15. Und wenn wir wissen, dass er uns hört, was wir auch bitten, so wissen wir, dass wir das Erbetene haben, das wir von ihm erbeten haben.“
    Wichtig ist in diesem Zusammenhang die „geistliche Wirkungskette:“ zunächst erfahren wir im Gebet Gottes Willen; dann setzen wir diesen Willen in der sichtbaren und vor allem unsichtbaren Welt frei, indem wir ihn zu Gott hin beten. Schließlich empfangen wir im Glauben das, was seinem Willen entspricht, und der Glaube tut sein Werk.

    Jes 55,11. „So wird mein Wort sein, das aus meinem Mund hervorgeht. Es wird nicht leer zu mir zurückkehren, sondern es wird bewirken, was mir gefällt, und ausführen, wozu ich es gesandt habe.“
    Dieses Wort spricht Gott durch den Christus aus; und das ist die Gemeinde. Das bist Du und wir: Jesus das Haupt und wir Christi Leib! „Das von Gott empfangene und im Glauben gesprochene Wort tut sein Werk in der Kraft des Hl. Geistes!“

2. Das fleischliche Gebet:
Dieses Gebet ist auf uns, unsere Ansprüche und darauf konzentriert, was wir wollen. So ähnlich wie der Wunschzettel an den „Weihnachtsmann.“ (Wer immer das auch sein soll?!?).
Jak 4,3. „Ihr bittet und empfangt nichts, weil ihr übel bittet, um es in euren Lüsten zu vergeuden.“
Weder Jesus, noch seine Apostel haben je für sich selbst gebetet.
Ja, jetzt wird mancher sagen, dass Paulus Gott bat, dass Satans Engel von ihm ablassen möchte. Aber nachdem Gott ihm sagte, dass seine Kraft in (unserer) Schwachheit zur Vollendung kommt, murrte er nicht sondern dankte Gott mit folgenden Worten:
2 Kor 12,10. „Deshalb habe ich Wohlgefallen an Schwachheiten, an Misshandlungen, an Nöten, an Verfolgungen, an Ängsten um Christi willen; denn wenn ich schwach bin, dann bin ich stark.“
Seine Heilung entsprach offensichtlich nicht Gottes Willen. Wenn Paulus die Gesundheit für seinen Auftrag gebraucht hätte, dann hätte ihn Gott geheilt, ohne dass er darum bitten hätte müssen.

3. Das hochmütige Gebet:
Hier ist der „Gläubige“ in dem Irrglauben, dass er in dem Namen Jesu eine „Generalvollmacht“ hätte und er mit Unterstützung des Hl. Geistes nur den Situationen und Umständen befehlen bräuchte, damit alles geschehe, was er im Glauben ausspricht. Gemeinschaft mit Gott im Gebet um SEINEN Willen in dieser Situation zu erfahren, ist natürlich in so einem Falle nicht nötig.
Jak 4,2. Ihr begehrt und habt nichts; ihr tötet und neidet und könnt nichts erlangen; ihr streitet und führt Krieg. Ihr habt nichts, weil ihr nicht bittet;“

Liebe Geschwister, lasst uns in Liebe und Hingabe darauf achten, dass wir so beten, wie der Herr uns gelehrt hat und nicht wie egoistische und verwöhnte Kinder, oder wie die Heiden oder die Über-Apostel.

Dann wird Gott dafür sorgen, dass uns nichts, aber auch gar nichts fehlt, was wir wirklich brauchen und dass wir ein erfülltes, dankbares und damit glückliches Leben führen; zu SEINER Ehre.

Amen.

Gottes reichen Segen und viel Perspektive, Zuversicht und Mut.
Reinhold Thalhofer | Adnan Krikor

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