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Gekreuzigt

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Wort der Woche - KW 50 | 2014

Was genau ist am Kreuz passiert, an das Jesus Christus, der für uns Mensch gewordene Sohn Gottes, ging?

Röm 6,6 "Damit steht fest: Unser früheres Leben endete mit Christus am Kreuz. Unser von der Sünde beherrschtes Wesen ist vernichtet, und wir müssen nicht länger der Sünde dienen. 7 Wer gestorben ist, kann nicht mehr beherrscht werden - auch nicht von der Sünde. 8 Sind wir aber mit Christus gestorben, dann werden wir auch mit ihm leben - davon sind wir überzeugt."

Wenn wir den Sinn hinter diesem Wort Gottes verstehen, werden wir erkennen, dass Jesus Christus nicht nur unsere Sünde mit ans Kreuz genommen hat, er hat uns selbst mit ans Kreuz genommen. Es geht also nicht nur darum, die Vergebung unserer Sünden zu empfangen und von der Sünde frei zu sein, vielmehr geht es darum, unser Selbst mit Christus als gekreuzigt zu betrachten.

D.h. ganz konkret, dass nicht nur unser Leib der Sünde abgestorben ist, sondern dass wir jetzt herausgefordert sind, den weit wichtigeren Bereich unseres Fleisches, nämlich unsere Seele retten und erneuern zu lassen. Unser egoistisches Eigenleben aufzugeben.

Was die Bibel mit „Fleisch“ bezeichnet, ist die Verbindung unserer Seele mit unserem Leib. Der Leib besteht aus Knochen, Fleisch und Blut, sowie aus unseren 5 Sinnen und den Trieben. Und unsere Seele ist unser Sein, unser Charakter, der bis zu unserer Wiedergeburt von unserer DNA, Kultur, unserem Umfeld und vor allen Dingen von unserer Selbstbestimmung und Selbstverwirklichung geprägt wird. Unabhängigkeit!

In unserer Seele sind unsere Entscheidungen (Wille), die Vernunft (Verstand) und die Emotionen (Gefühle) angesiedelt. Wenn wir nun durch die Wiedergeburt - in der Kraft des Heiligen Geistes - neues Leben empfangen, so sind wir zunächst in der Lage, der Sünde nicht mehr zu erlauben, unser Fleisch zu beherrschen und weiter zu sündigen. Das ist zwar herausfordernd, aber nicht das wirklich entscheidende in unserem neuen Leben.

Jetzt geht es darum, zu verstehen und zu akzeptieren, dass unser Selbst, unser Sein, unser ganzes Wesen, zunächst nicht mehr von den Begierden unseres Leibes beherrscht werden darf, und danach muss es unserer Seele „an den Kragen“ gehen.

D.h., dass wir unserem neu geschaffenen Geist in uns - in der Kraft des Heiligen Geistes - erlauben, unser Wesen, unseren Charakter, ja, unser ganzes Image vollkommen zu verändern. Unsere Seele selig zu machen, indem wir unseren Eigenwillen als gekreuzigt betrachten. Wenn Jesus wirklich unser Herr ist, nicht nur unser Erlöser, so werden wir danach streben dass SEIN Wille in uns und durch uns geschieht, dass er SEINEN Plan für unser Leben realisieren kann. Und das ist die eigentliche Herausforderung.

Der Sünde abzusterben ist zu vergleichen mit dem Hindurchgehen durch eine Tür. Unsere Seele und damit unser eigenes Sein in den Tod zu geben ist ein langer, langer Weg, den wir so lange zu gehen haben, bis uns der Herr abberuft.

Gal 2,20 und nicht mehr lebe ich, sondern Christus lebt in mir; was ich aber jetzt im Fleisch lebe, lebe ich im Glauben <, und zwar im Glauben> an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich selbst für mich hingegeben hat.
Wer nicht richtig gestorben ist, kann nicht richtig leben!

Gottes reichen Segen und viel Perspektive, Zuversicht und Mut.
Reinhold Thalhofer und Adnan Krikor

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