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Habt ihr denn nicht Häuser?

eingetragen in: Jahr 2017, Wort der Woche | 0

Wort der Woche KW 48

Rüge für die Gemeinde vom Apostel

Der Apostel Paulus rügt das Verhalten der Gemeinde in Korinth mit folgenden Worten:

1 Kor 11,22 "Habt Ihr denn nicht Häuser, um zu essen und zu trinken..."

Wenn wir diesen Absatz im Zusammenhang lesen, erkennen wir, dass es ihm dabei um das Verhalten der Gemeinde im Allgemeinen und insbesondere beim Abendmahl im Rahmen der Versammlung ging.

Jesus Christus ist selbst das Wort!

"Denn das Wort Gottes ist lebendig und kräftig und schärfer als jedes zweischneidige Schwert und dringt durch, bis es scheidet Seele und Geist, auch Mark und Bein, und ist ein Richter der Gedanken und Sinne des Herzens." Hebr 4,12

Wozu versammeln wir uns?

Deshalb auch die Frage an uns alle, wozu versammeln wir uns einmal in der Woche?

Um Gottesdienst zu feiern oder um zu essen und zu trinken und alles Mögliche zu tun?

Wenn wir dabei den eigentlichen Sinn des "Gottes-Dienstes" vergessen und die Prioritäten falsch setzen, sind wir schnell bei den profanen Zuständen, die der Apostel hier rügen musste.

Lieber Leser, wir wissen, dass unser ganzes Leben - wenn wir denn von neuem geboren und Kinder Gottes sind - ein "Gottes-Dienst" sein sollte.

Gerade letzte Woche hat uns die Botschaft aus dem Wort Gottes dies noch einmal ganz deutlich vor Augen geführt: Wir tun alles für den Herrn!

Pragmatische Botschaft

Es war eine sehr pragmatische Botschaft, bei der es genau darum ging, wie wir - jeder Einzelne von uns - ganz praktisch im Alltag so leben können, dass es unserem Vater im Himmel Freude macht und die Menschen in unserem Umfeld durch unser Wesen und unser Verhalten Christus in uns erkennen.

Lies es bitte selbst nochmal nach, hier der Link zur Botschaft: Link zur Botschaft: "Der Preis und die Werke der Nachfolge".

Keine Zeit für Gott?

Leider ist es in den Gemeinden oft so, dass viele überhaupt nicht anwesend sind, weil andere Dinge Priorität haben.

Welchen Platz hat Gott in Deinem und in unserem Leben? Machen wir uns nichts vor: wirklich wichtig sind uns nur die Dinge, für die wir unsere Zeit aufwenden.

Zeit ist Leben! Dein und unser Leben! Und genau dafür werden wir eines Tages unserem Herrn Rechenschaft ablegen.

Gebet um Erkenntnis

In seinem Brief an die Epheser betet der Apostel Paulus zunächst um Erkenntnis für die Gemeinde und schließlich sagt er ihnen folgendes:
Eph 2,1. "Auch euch ‹hat er auferweckt›, die ihr tot wart in euren Vergehungen und Sünden,
2 in denen ihr einst wandeltet gemäß dem Zeitlauf dieser Welt, gemäß dem Fürsten der Macht der Luft, des Geistes, der jetzt in den Söhnen des Ungehorsams wirkt.
3 Unter diesen hatten auch wir einst alle unseren Verkehr in den Begierden unseres Fleisches, indem wir den Willen des Fleisches und der Gedanken taten und von Natur Kinder des Zorns waren wie auch die anderen....
8 Denn aus Gnade seid ihr errettet durch Glauben, und das nicht aus euch, Gottes Gabe ist es;
9 nicht aus Werken, damit niemand sich rühme.
10 Denn wir sind sein Gebilde, in Christus Jesus geschaffen zu guten Werken, die Gott vorher bereitet hat, damit wir in ihnen wandeln sollen."

Verstehen wir uns als heiliger Tempel, in dem Gott wohnt?

Verstehen wir, dass wir für Gott da sind und nicht umgekehrt?

Verstehen wir, dass wir nicht mehr die Prioritäten in unserem Leben setzen, sondern allein Gott, der uns für sich erkauft hat, indem ER für uns gestorben ist?

Verstehen wir, dass unser Leben die ganze Woche "Gottes-Dienst" ist, indem wir IHM zur Ehre leben, aber dass der Sonntag, an dem wir uns in Seinem heiligen Namen versammeln, ausschließlich Gott gehört?

Können wir uns vorstellen, wie es unserem Vater im Himmel und unserem Herrn Jesus dabei geht, wenn wir nicht einmal am Sonntag, wenn wir in der Gemeinschaft des Heiligen Geistes "Gottes-Dienst" feiern, wirklich Zeit für IHN haben?

Wir gehören doch zur Familie Gottes, ja, wir sind Seine "Hausgenossen".

Aber wir haben keine Zeit für IHN, wir haben eigene Pläne für diese 90-Minuten in der Woche!?!

Eigene Pläne?

Eph 2,19. "So seid ihr nun nicht mehr Fremde und Nichtbürger, sondern ihr seid Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen.
20 ‹Ihr seid› aufgebaut auf der Grundlage der Apostel und Propheten, wobei Christus Jesus selbst Eckstein ist.
21 In ihm zusammengefügt, wächst der ganze Bau zu einem heiligen Tempel im Herrn,
22 und in ihm werdet auch ihr mit aufgebaut zu einer Behausung Gottes im Geist."

Wie wir leben und wandeln sollen:

Gott sagt weiter in seinem Wort, wie wir wandeln sollen, was ER von uns erwartet:

Eph 4,17. "Dies nun sage und bezeuge ich im Herrn, dass ihr nicht mehr wandeln sollt, wie auch die Nationen wandeln, in Nichtigkeit ihres Sinnes;
18 ‹sie sind› verfinstert am Verstand, fremd dem Leben Gottes wegen der Unwissenheit, die in ihnen ist, wegen der Verstockung ihres Herzens;
19 sie, die abgestumpft sind, haben sich selbst der Ausschweifung hingegeben, zum Ausüben jeder Unreinheit mit Gier.
20 Ihr aber habt den Christus nicht so kennengelernt.
21 Ihr habt ihn doch gehört und seid in ihm gelehrt worden, wie es Wahrheit in Jesus ist:
22 dass ihr, was den früheren Lebenswandel angeht, den alten Menschen abgelegt habt, der sich durch die betrügerischen Begierden zugrunde richtet,
23 dagegen erneuert werdet in dem Geist eurer Gesinnung
24 und den neuen Menschen angezogen habt, der nach Gott geschaffen ist in wahrhaftiger Gerechtigkeit und Heiligkeit."

Achte genau darauf, wie Du lebst!

Eph 5,15. "Seht nun genau zu, wie ihr wandelt, nicht als Unweise, sondern als Weise!
16 Kauft die ‹rechte› Zeit aus! Denn die Tage sind böse.
17 Darum seid nicht töricht, sondern versteht, was der Wille des Herrn ist!"
AMEN!

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus, die Liebe Gottes und die Kraft des Heiligen Geistes, der uns Gemeinschaft untereinander und mit Gott schenkt, sei mit uns allen!

Reinhold Thalhofer und Adnan Krikor,
Knechte Jesu Christi nach dem Willen unseres himmlischen Vaters, in der Kraft des Heiligen Geistes.

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