Grundsatz 1: Sola Scriptura!

Diesen Anspruch erhob der große Reformator Martin Luther im Jahr 1520. Und das ist auch unser Grundsatz und das Fundament unserer Arbeit bei Neuformation und der Gemeinde Jesu Christi.

Danach richten wir uns! Sola Scriptura | Sola Fide | Sola Gratia | Solus Christus, waren Luthers Maxime. Dies bedeutet: "Allein die Schrift" | "Allein der Glaube" | "Allein die Gnade" | "Allein Christus".

Das ist es, was auch für uns verbindlich ist. Siehe 2. Petr 2,1: "Doch schon damals hat es im Volk Israel falsche Propheten gegeben. Solche Leute werden auch bei euch auftreten und Lehren verbreiten, die euch ins Verderben stürzen sollen. Damit verleugnen sie Christus, den Herrn, der sie doch von ihren Sünden freigekauft hat. Aber sie sollen ein schnelles Ende finden!"

Grundsatz 2: Ehrfurcht vor dem Wunder der neuen Geburt!

Die geistliche Neugeburt ist ein Werk des Heiligen Geistes und das wichtigste und tiefgehendste Ereignis im Leben eines Menschen.

Jesus sagte bei dem nächtlichen Gespräch zu Nikodemus: Joh 3,3 „…Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht von neuem geboren wird, kann er das Reich Gottes nicht sehen.“

Die gesamte Gottheit (Elohim) ist an unserer Rettung, Neugeburt, Neuschöpfung im Geist, beteiligt: Gott der Vater: Joh 6,65 „Und er sprach: Darum habe ich euch gesagt, dass niemand zu mir kommen kann, es sei ihm denn von dem Vater gegeben.“

Gott der Sohn: Joh 14,6 „Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater als nur durch mich.“

Der Heilige Geist: 1. Kor 12,3 „…Und keiner kann bekennen: ›Jesus ist der Herr‹, wenn er nicht den Heiligen Geist hat. Röm 10,9 „…dass, wenn du mit deinem Mund Jesus als Herrn bekennen und in deinem Herzen glauben wirst, dass Gott ihn aus den Toten auferweckt hat, du errettet werden wirst.“

Grundsatz 3: Priesterschaft aller Gläubigen!

Jeder Gläubige ist herausgefordert, sich in die Nachfolge Jesu, für die Jüngerschaft zurüsten zu lassen, um seinen individuellen Auftrag, im Rahmen seiner spezifischen Gaben zu erfüllen.

Der Priesterbegriff kommt vom griech. iερός, hierós‚ das bedeutet: „heilig, geweiht“. 1. Petr 2,9 "Ihr aber seid ein von Gott auserwähltes Volk, seine königlichen Priester, ihr gehört ganz zu ihm und seid sein Eigentum. Deshalb sollt ihr die großen Taten Gottes verkünden, der euch aus der Finsternis befreit und in sein wunderbares Licht geführt hat." 1. Petr 4,10 "Jeder soll dem anderen mit der Begabung dienen, die ihm Gott gegeben hat. Wenn ihr die vielen Gaben Gottes in dieser Weise gebraucht, setzt ihr sie richtig ein."

Grundsatz 4: Ehrenamtlichkeit!

Nachdem uns Jesus ausdrücklich davor warnt, dass wir nicht zugleich Gott und dem Mammon dienen können, wollen wir als Leib Christi zusammen stehen und ehrenamtlich, neben unserem Beruf, gemeinsam das Werk unseres Herrn tun.

Keinesfalls darf der Dienst des Geldes wegen getan werden. Sollte es trotzdem nötig werden, Voll- oder Teilzeit-Mitarbeiter einzustellen, dann immer unter der Prämisse, dass es um die Versorgung geht, nicht um den Aufbau von Vermögen für diese Mitarbeiter.

2. Kor 11,12 "Trotzdem will ich auch in Zukunft kein Geld von euch annehmen. Keiner von diesen anderen soll sich länger als Apostel ausgeben dürfen. Wir unterscheiden uns in vielen Dingen! 13 Denn sie sind falsche Apostel, Betrüger, die lediglich behaupten, sie seien Apostel Christi."

2. Petr 2,3 "Sie können nie genug bekommen und werden euch belügen und betrügen, um euch das Geld aus der Tasche zu ziehen. Doch das Urteil über sie ist längst gefällt; sie werden ihrem Untergang nicht entgehen."

Grundsatz 5: Persönliche Heiligung!

Dietrich Bonhoeffer sagte dazu: Billige Gnade ist Predigt der Vergebung ohne Buße, ist Taufe ohne Gemeindezucht, ist Abendmahl ohne Bekenntnis der Sünden, ist Absolution ohne persönliche Beichte. Billige Gnade ist Gnade ohne Nachfolge, Gnade ohne Kreuz, Gnade ohne den lebendigen, Mensch gewordenen Jesus Christus.

Hebr 12,14 "Jagt dem Frieden nach mit jedermann und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn sehen wird…" 1. Thess 4,1 "Um eins möchte ich euch noch bitten, liebe Brüder und Schwestern. Wir haben euch bereits gesagt, wie ihr leben sollt, damit Gott Freude an euch hat. Wir wissen auch, dass ihr unseren Anweisungen folgt. Doch nun bitten wir euch eindringlich im Namen unseres Herrn Jesus: Gebt euch mit dem Erreichten nicht zufrieden, sondern macht noch mehr Fortschritte! 2 Ihr kennt ja die Gebote, die wir euch in seinem Auftrag gegeben haben."

Grundsatz 6: Konsequenzen fehlender Heiligung!

Wir dürfen uns nicht täuschen lassen, Gott nimmt unsere Sünde sehr ernst. So ernst, dass Jesus dafür ans Kreuz gegangen ist. Ja, Jesus ist unser Fürsprecher und tritt für uns ein. Ja, wenn wir unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns vergibt (1. Joh 1,9). Aber wenn wir leichtfertig, mutwillig oder sogar vorsätzlich sündigen, anstatt uns durch die Kraft des Heiligen Geistes in den „Heiligungs-Prozess“ führen zu lassen, so haben wir die Gnade Gottes nicht verstanden.

2. Petr 2,20 "Viele haben Jesus Christus als ihren Herrn und Retter kennen gelernt und sich von der Verdorbenheit dieser Welt getrennt. Wenn sie sich aber dann wieder von der Sünde überwinden und gefangen nehmen lassen, so sind sie schlimmer dran als je zuvor."

Hebr 10,26 "Denn wenn wir mutwillig sündigen, nachdem wir die Erkenntnis der Wahrheit empfangen haben, haben wir hinfort kein andres Opfer mehr für die Sünden, 27 sondern nichts als ein schreckliches Warten auf das Gericht und das gierige Feuer, das die Widersacher verzehren wird. 28 Wenn jemand das Gesetz des Mose bricht, muss er sterben ohne Erbarmen auf zwei oder drei Zeugen hin. 29 Eine wie viel härtere Strafe, meint ihr, wird der verdienen, der den Sohn Gottes mit Füßen tritt und das Blut des Bundes für unrein hält, durch das er doch geheiligt wurde, und den Geist der Gnade schmäht?"

Grundsatz 7: Lichtträger im persönlichen Umfeld!

Unser großes Ziel ist, dass es uns gelingt, in unserer Generation Einfluss nehmen zu dürfen, so dass jeder Mensch in unserem Umfeld die lebensverändernde Botschaft Gottes von seinem Sohn Jesus Christus hört und versteht.

Wir sind davon überzeugt, dass der Schöpfer dieses Universums für jeden einzelnen von uns einen wunderbaren Plan hat. Einen Plan, der uns Erfüllung, Sinn und eine Ewigkeitsperspektive vermittelt. Wir wollen alles dafür tun, damit jeder Gläubige zu einem mündigen Christen heranreift und seinerseits das Evangelium im Alltag lebt und weiter gibt. In Wort und Tat.

Schließlich ist es unser größtes Anliegen, dass mehr und mehr Menschen die Liebe Gottes für sich persönlich erleben dürfen und erkennen, dass unser Gott der Bibel ein liebender Vater ist. Unsere Berufung ist es, die Menschen in unserem Umfeld mit der frohen Botschaft, dem Evangelium Gottes von seinem Sohn Jesus Christus zu erreichen und ihnen die Liebe unseres himmlischen Vaters, seine Gnade und Barmherzigkeit zu vermitteln.

Der größte Anspruch, den je ein Mensch für sich erhoben hat, ist in Jesus Christus zu finden. Er sagte: „Ich bin das Licht dieser Welt!“ Und der größte Auftrag, der je erteilt wurde, ist der: „Ihr seid nun das Licht dieser Welt.“ Das wollen wir nie vergessen.

Grundsatz 8: Fünffältiger Dienst!

Unsere Vision ist die Wiederherstellung aller Dinge, die der Heilige Geist durch Petrus in Apg 3,21 vorausgesagt hat. Dies ist die Voraussetzung dafür, dass Jesus Christus wieder kommt und seine Herrschaft hier auf der Erde aufrichtet. Was bedeutet das konkret?

In erster Linie stellt Jesus seine Gemeinde wieder her. Er sagte: "Ich will meine Gemeinde bauen" (Mt 16,18). Dazu gehört die Wirksamkeit des 5-fältigen Dienstes, den Jesus in die Gemeinde gesetzt hat, um die Heiligen zuzurüsten. Dieser 5-fältige Dienst besteht aus: Apostel - Propheten - Evangelisten - Hirten und Lehrer! (Eph 4,11).

In Jesus waren alle diese Dienste vereint und wirksam, solange er leibhaftig auf unserer Erde lebte und diente. Nach seinem "Weggang" hat er seine Fülle des Geistes und Dienstes aufgeteilt auf die Gemeinde, seinen Leib. Deshalb ist es entscheidend, dass wir die ganze Fülle Christi zur Wirksamkeit bringen.

Die "Pastorenkirche" und der „einfältige Dienst“ sind ein Auslaufmodell. Warum? Weil es ständig damit beschäftigt ist, wie es die entmündigten Konsumchristen bei Laune halten kann, damit sie den heiligen Tempel und das Gehalt bezahlen.