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Das wahre und das falsche Evangelium

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Wie kann man das eine vom anderen genau unterscheiden?

Dazu ist es sicherlich eine große Hilfe, die Gesellschaft und die Kirche unserer Zeit einmal nach Glaubensgrundsätzen zu kategorisieren

Es ergeben sich dabei folgende 5-Kategorien:

Wir wollen kurz Bilanz ziehen und den Zustand der Gesellschaft und der "Kirche" skizzieren:

  • Die einen glauben überhaupt nichts, sie sind der Meinung, dass mit dem leiblichen Tod alles zu Ende ist.
  • Die anderen glauben an ein irgendwie höheres Wesen, das man auch Gott nennen kann, und sind überzeugt, dass fast alle den gleichen "Gott" haben. (Wobei sie gar nicht so unrecht haben, wenn man Gott durch Satan ersetzt.)
  • Weitere nennen sich sogar Christen, wissen aber weder was das bedeutet, noch was es für eine Auswirkung auf ihr Leben haben könnte.
  • Wieder andere meinen, sie seien wiedergeboren, sind aber durch die List des Satans verführt und ebenso verloren wie die vorherigen Gruppen. Warum? Weil sie einem "anderen Jesus" nachlaufen, ein "anderes Evangelium" glauben und einen "anderen Geist" empfangen haben. Das drückt sich darin aus, dass sie irdisch gesinnt sind und egozentrisch leben. Es geht bei der irdischen Gesinnung vor allem um Wohlstand, Gesundheit, Macht, Mystik, Zeichen und Wunder. Die Schrift nennt die irdisch gesinnten, falschen Brüder „Feinde des Kreuzes“. Kurz: es geht darum, jetzt und hier schon "irdisch gesegnet" zu sein, mit einem Segen, wie ihn diese Welt versteht. Gott ist für SIE da und nicht sie für Gott!
  • Schließlich gibt es noch die wahre Gemeinde Gottes, dessen Haupt der erhobene Herr Jesus ist. Es handelt sich dabei um eine "kleine Herde", die aus dieser Welt herausgerufen ist und die der Herr zu bewahren weiß, die er aber auch ernsthaft warnt und durch seine Apostel und Propheten warnen ließ. Diese wahre Gemeinde, die schon immer eine "kleine Herde" war, genau diese Gruppe versucht der Teufel mit allen Mitteln wieder in seine Macht zu bekommen. Dazu ist ihm jedes Mittel recht, wie wir gleich sehen werden...

Wenn wir die ersten 3-Gruppen der Ungläubigen, der Universalgläubigen und der Namenschristen beiseite lassen und uns schließlich auf diejenigen konzentrieren, die sich "Gläubige" nennen, dann können wir diese Gläubigen wie folgt charakterisieren und anhand des Wortes Gottes diese verführten Gläubigen und die wahren Gläubigen wie folgt einteilen:

  • „Solche, die für sich selbst leben“ und
  • „Solche, die für Christus leben“; oder
  • „Solche, die das Ihre suchen“ und
  • „Solche, die das des Christus suchen“; oder
  • „Solche, die zuerst nach irdischen Dingen trachten“ und
  • „Solche, die zuerst nach dem Reich Gottes trachten“; oder
  • „Solche, die den Mammon lieben“ und
  • „Solche, die Gott lieben“

Der Herr Jesus selbst sagte, dass es unmöglich ist, beide zu lieben. (Gott und den Mammon)

Lk 16,13 "Ein Diener kann nicht für zwei Herren arbeiten. Er wird dem einen ergeben sein und den anderen abweisen. Für den einen wird er sich ganz einsetzen, und den anderen wird er verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und zugleich dem Mammon."

Das falsche Evangelium

vermittelt uns im Grunde genommen, dass Gott für uns da ist!

Heute versucht der Satan die wahre Gemeinde durch die Irrlehre des "Menschenzentrierten-Evangeliums" von der Wahrheit des Wortes Gottes und seiner Verheißungen weg zu bringen, wie oben schon dargestellt.

Dies geht vor allem dadurch, dass es angeblich nichts kostet, Jesus nachzufolgen, schon gar nicht das eigene, elende Leben, das durch die alte Natur vollkommen verdorben ist.

Die Botschaft lautet, Du bist schon OK vor Gott. Gott nimmt Dich an, so wie Du bist. Klar, ein paar Sünden wirst Du schon getan haben, aber das ist nicht schlimm, die sind Dir durch das Blut Jesu vergeben...

Röm 3,9. "Was nun? Haben wir einen Vorzug? Durchaus nicht! Denn wir haben sowohl Juden als auch Griechen vorher beschuldigt, dass sie alle unter der Sünde seien,
10. wie geschrieben steht:"Da ist kein Gerechter, auch nicht einer;
11. da ist keiner, der verständig ist; da ist keiner, der Gott sucht.
12. Alle sind abgewichen, sie sind allesamt untauglich geworden; da ist keiner, der Gutes tut, da ist auch nicht einer."

Das wahre Evangelium

Die Wahrheit ist, dass wir nicht nur Vergebung für unsere Sünden brauchen, sondern dass wir Sünder und irdisch gesinnt sind. Von Natur. Und als Sünder sind wir auf ewig verloren. Warum? Weil nur Gerechte in das Himmelreich kommen und die anderen verloren gehen.

Wir sehen also, dass wir unser altes Leben samt unserer irdischen Gesinnung an das Kreuz bringen müssen, weil unser Problem nicht das ist, dass wir gesündigt haben, sondern dass wir alle Sünder und für Gott untauglich sind.

Nur dadurch, dass wir der Sünde gestorben sind, sind wir Gerechte geworden. Wir sind mit Christus auferstanden, zu einem neuen Leben. Unsere Gesinnung ist auf den Himmel gerichtet, wo unsere vollkommene Errettung her kommt.

Und nun leben wir aus der Kraft des Geistes Gottes in einem neuen Leben. In einem neuen geistlichen Leben; aus dem Wort Gottes und der Kraft des Geistes Gottes gezeugten, neuen Leben! Dazu sagt uns die Heilige Schrift:

2 Kor 5,17. "Daher, wenn jemand in Christus ist, so ist er eine neue Schöpfung; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden"

Die Verführung

Satan kümmert es nicht, wenn unsere Lehre, Erfahrung und Kirchenmodelle alle richtig sind, solange wir nur weiterhin „für uns selbst leben“ (was übrigens nur eine andere Bezeichnung für „in Sünde leben“ ist). Die heutige Christenheit ist voll von Christen, die das Ihre suchen und für sich selbst leben und doch überzeugt sind, dass Gott sie als die besseren Christen ansieht, nur wegen lehrmäßiger Unterschiede, wegen ihres Gemeindemodells oder ihrer besonderen „Erfahrungen“. Das zeigt, welch ein großes Werk Satan in der Christenheit gelungen ist.

In Johannes 6,38 sagt unser Herr, dass er vom Himmel auf die Erde kam,
(1) um seinen menschlichen Willen (den er erlangte, als er als Mensch auf die Erde kam) zu verleugnen; und
(2) um als Mensch den Willen seines Vaters zu tun.

Das Vorbild

Darin wurde er für uns zu einem Vorbild. Während seines ganzen irdischen Lebens – in all seinen 33½ Jahren – verleugnete Jesus seinen eigenen Willen und tat den Willen seines Vaters.

Und er sagte seinen Jüngern eindeutig, dass jeder, der sein Jünger sein will, denselben Weg gehen müsse. Er kam, um die Wurzel der Sünde in unserem Leben zu treffen – nämlich „unseren eigenen Willen zu tun“ – und um uns davon zu erretten.

Zwei Evangelien

Der Mensch wurde geschaffen, um auf Gott, nicht auf sich selbst ausgerichtet zu sein. Wenn Christen ein falsches Zentrum haben, dann wird auch ihr „Evangelium“ falsch sein.

Im Grunde werden heute nur zwei Evangelien gepredigt:

  • eines, bei dem der Mensch im Zentrum steht und
  • eines, bei dem Gott im Zentrum steht.

Das menschenzentrierte Evangelium verheißt dem Menschen, dass Gott ihm alles geben wird, um das Leben auf Erden komfortabel zu machen und ihm am Ende seines Lebens außerdem einen Platz im Himmel bereit hält. Man sagt dem Menschen, dass Jesus ihm alle Sünden vergeben und alle Krankheiten heilen wird, dass er ihn segnen und materiellen Erfolg geben wird, dass er alle irdischen Probleme lösen wird, usw.

Bei einem solchen Menschen bleibt sein Ich im Zentrum seines Lebens und Gott dreht sich um ihn – als sein Diener, der jedes Gebet erhört und ihm alles gibt, was er will! Alles was er dafür tun muss, ist zu „glauben“ und „in Jesu Namen jeden materiellen Segen in Anspruch zu nehmen“!

Das ist ein falsches Evangelium, denn von „Buße“ ist keine Rede. Buße ist das, was Johannes der Täufer, Jesus, Paulus, Petrus und alle Apostel zuallererst predigten. Und Buße wird heute leider überhaupt nicht mehr gepredigt, nicht einmal als allerletztes Thema.

Das Evangelium, bei dem Gott im Zentrum steht, ruft dagegen den Menschen zur Buße auf und es erklärt, was Buße bedeutet:

Sich abzuwenden vom Ich als dem Zentrum des Lebens, davon, den eigenen Willen zu tun, selbst gewählte Wege zu gehen, das Geld zu lieben, die Welt und die Dinge der Welt zu lieben (die Lust des Fleisches, die Lust der Augen und den Hochmut des Lebens) usw. und sich hinzuwenden zu Gott, ihn von ganzem Herzen zu lieben, ihn zum Zentrum des Lebens zu machen und hinfort seinen Willen zu tun.

Der Glaube an Christi Tod am Kreuz kann nur dann dem Menschen seine Sünden vergeben, wenn er Buße tut und umkehrt. Dann kann er die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, die ihn befähigt, sich selbst täglich zu verleugnen und ein gottzentriertes Leben zu führen. Das ist das Evangelium, das Jesus und die Apostel predigten.

Das falsche Evangelium macht die Pforte weit und den Weg breit (und leicht zu gehen, denn man muss nicht sein Ich verleugnen oder aufhören, für sich und seinen eigenen Vorteil zu leben).

Millionen besuchen Versammlungen, wo ein solches falsches Evangelium gepredigt wird. Und viele gehen durch diese Pforte ein und wandeln auf diesem Weg, im Glauben, dass er zum Leben führt. Aber in Wirklichkeit führt er zum Untergang.

Die Verkünder dieses Evangeliums brüsten sich und berichten von großen Mengen von Menschen, die in ihren Versammlungen „die Hand hoben und sich für Christus entschieden“. Aber das ist alles Täuschung. Wenn auch manche sich bei solchen Versammlungen aufrichtig bekehren, enden viele dieser „Bekehrten“ als „doppelte Kinder der Hölle“ (Mt 23,15), getäuscht über ihren wahren Zustand.

Das wahre Evangelium dagegen macht die Pforte eng und den Weg schmal. Nur Wenige finden diesen Weg zum Leben. Und die Verkünder dieses Evangeliums können keine beeindruckenden Berichte und Statistiken vorweisen.

Aber dieses Evangelium führt Menschen zum Herrn Jesus und in den Himmel.

„So seht nun darauf, wie ihr zuhört. Wer dem gehorcht, was er gehört hat, dem wird mehr Licht und Verständnis gegeben werden. Aber wer dem, was er gehört hat, nicht gehorcht, dem wird sogar das Licht und das Verständnis, das er zu haben meint, weggenommen werden“ (Lk 8,18; frei übertragen).

Mk 4,9. "Und er sprach: Wer Ohren hat zu hören, der höre!"

Amen!

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