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Errettung

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Wort der Woche - KW 44 | 2015

Immer wieder kommt es zu Unsicherheiten, ja, zu Missverständnissen, wenn es um die Errettung von Menschen geht und um das anschließende geistliche Wachstum.

Zunächst müssen wir im Wort Gottes herausfinden, was die Voraussetzung dafür ist, damit ein Mensch das ewige Leben empfängt. Und zwar ganz konkret.

Wie immer ist es am besten, wenn wir darauf achten, was unser HERR Jesus dazu zu sagen hat. Dazu hören wir in das nächtliche Gespräch hinein, das der Herr mit Nikodemus geführt hat.

Joh 3,3. „Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht von neuem geboren wird, kann er das Reich Gottes nicht sehen.“

Die Notwendigkeit der Wiedergeburt ergibt sich aus der Unfähigkeit des natürlichen Menschen, das Reich Gottes zu "sehen" oder "hineinzukommen".

Wie begabt, moralisch oder gebildet der natürliche Mensch auch sein mag, er ist doch völlig blind für die geistliche Wahrheit und unfähig, in das Reich hineinzugehen, denn er kann Gott weder gehorchen noch verstehen noch Ihn erkennen und ihm gefallen.

Die neue Geburt ist nicht eine Reformation der alten Natur, sondern ein Schöpfungsakt des Heiligen Geistes.

Dabei geht es darum, dass der alte Mensch, der in Sünde geboren wurde, sterben muss, damit das Auferstehungsleben Jesu Christi in der Kraft des Hl. Geistes in uns wirksam wird.

Röm 6,3. „Oder wisst ihr nicht, dass wir, so viele auf Christus Jesus getauft wurden, auf seinen Tod getauft worden sind?“

Verstehen wir, dass der alte Mensch gleichsam mit Christus sterben muss, damit ein neues, vom Geist Gottes geschaffenes, geistliches Wesen entstehen kann? Es ist wie beim Weizenkorn: es muss in der Erde sterben, erst dann kann daraus etwas neues entstehen.

Röm 6,4. „So sind wir nun mit ihm begraben worden durch die Taufe in den Tod, damit, wie Christus aus den Toten auferweckt worden ist durch die Herrlichkeit des Vaters, so auch wir in Neuheit des Lebens wandeln.

5 Denn wenn wir verwachsen sind mit der Gleichheit seines Todes, so werden wir es auch mit der ‹seiner› Auferstehung sein, 6. da wir dies erkennen, dass unser alter Mensch mitgekreuzigt worden ist, damit der Leib der Sünde abgetan sei, dass wir der Sünde nicht mehr dienen.

6 Denn wer gestorben ist, ist freigesprochen von der Sünde. 8. Wenn wir aber mit Christus gestorben sind, so glauben wir, dass wir auch mit ihm leben werden, 9. da wir wissen, dass Christus, aus den Toten auferweckt, nicht mehr stirbt; der Tod herrscht nicht mehr über ihn. 10. Denn was er gestorben ist, ist er ein für allemal der Sünde gestorben; was er aber lebt, lebt er Gott.“

Was für eine Herausforderung? Ja, Jesus ist für uns am Kreuz gestorben, damit unsere Sünden vergeben sind und der Weg zum Vater und sein Reich für uns offen ist.

Aber bei diesem Blut-Bund, den Gott mit uns durch Christus geschlossen hat, gibt es einen Preis:Leben für Leben! Jesus hat zuerst sein Leben für uns gegeben, nun fordert er, dass wir unser Leben für Ihn geben.

Und das ist viel mehr, als ein Übergabe-Gebet! Hier geht es um alles; hier geht es um unser altes Leben, das wir hingeben. Wir bekommen ein neues Leben, das nun Gott gehört, da wir für ihn erkauft sind. Und wenn wir erkauft sind, dann sind wir das Eigentum unseres himmlischen Vaters. Wir sind nicht mehr unser eigener Herr sondern Jesus Christus ist es.

Stellen wir uns einmal vor, ein Makler würde uns Eigentums-Wohnungen im Himmel verkaufen und uns sagen, dass die Wohnung aus Gnade kostenlos sei, lediglich die Maklergebühr wäre Sonntags immer in Form des „Zehnten“ an ihn zu entrichten. Was für ein unverschämter Betrug?

Genauso wenig wie eine Wohnung in unserer Welt kostenlos zu bekommen ist, ist sie auch im Himmel nicht zu bekommen. Die Wohnung im Himmel hat auch einen Preis: unser Leben. Wer zum neuen Bund ja sagt, gibt die Herrschaft über sein Leben an Gott.

Wer das den Menschen nicht sagt und sie mit einem falschen Versprechen und der kostenlosen „Gnadenlüge“ in die Kirche oder Gemeinde lockt, ist ein schamloser und skrupelloser Betrüger. Und dahinter steckt der Erzfeind, der ja der Vater der Lüge ist.

Was es kostet, ein Jünger Jesu zu sein (Lk 14)

25 Scharen von Menschen begleiteten Jesus, als er weiterzog. Da wandte er sich zu ihnen um und sagte:

26 »Wenn jemand zu mir kommen will, muss er alles andere zurückstellen – Vater und Mutter, Frau und Kinder, Brüder und Schwestern, ja sogar sein eigenes Leben; sonst kann er nicht mein Jünger sein.

27 Wer nicht sein Kreuz trägt und mir auf meinem Weg folgt, der kann nicht mein Jünger sein.

28 Angenommen, jemand von euch möchte ein Haus bauen. Setzt er sich da nicht zuerst hin und überschlägt die Kosten? Er muss doch wissen, ob seine Mittel reichen, um das Vorhaben auszuführen.

29 Sonst kann er, nachdem er das Fundament gelegt hat, den Bau vielleicht nicht vollenden, und alle, die das sehen, werden ihn verspotten

30 und sagen: ›´Seht euch das an!` Dieser Mensch hat angefangen zu bauen und war nicht imstande, es zu Ende zu führen.‹

Deshalb wollen wir den Menschen diese Wahrheit offen und ehrlich sagen: dass sie nämlich verlorene Sünder sind, die Jesus Christus als Retter brauchen, sonst sind sie auf ewig verloren.

Dabei geht es auch nicht darum, ob wir ihnen Milch oder feste Speise geben, das ist erst dran, wenn sie gestorben und von neuem geboren sind. Dann erst brauchen sie Nahrung. Die Wahrheit ist immer herausfordernd und muss es sein. Warum? Weil es um alles geht!

Ihr Lieben, lasst uns das verstehen und in der Kraft der Liebe des Heiligen Geistes den Menschen auch die Wahrheit sagen. Wenn der Heilige Geist nicht das Gnadenwerk am Herzen eines Verlorenen tut, ist eh alles sinnlos. Dann nutzt auch ein vorsichtiges Taktieren und Locken nichts.

Es geht um die Ewigkeit und diese hat auch ihren Preis. Aber den Gegenwert können wir uns in unseren kühnsten Träumen nicht ausmalen. Es lohnt sich. Amen.

Gottes reichen Segen und viel Perspektive, Zuversicht und Mut.
Reinhold Thalhofer | Adnan Krikor

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