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Selbstwert

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Wort der Woche - KW 46 | 2015

Woher nehmen wir unseren Selbstwert? Wenn unser „Marktwert“ die Basis dafür ist, dann stehen wir auf „dünnem Eis“. Denn wenn wir für den Markt keinen Nutzen mehr stiften können, wären wir ja „nutzlos“ und somit unser Leben wertlos. Und das erleben wir tagtäglich auf grausame und ernüchternde Weise.

Wenn wir unseren Selbstwert von der Anerkennung anderer Menschen abhängig machen, dann sind wir erst recht ausgeliefert. Warum? Weil wir uns dann nach dem richten, was andere von uns erwarten.

Und in letzter Konsequenz leben wir in so einem Falle nicht mehr für Gott sondern für Menschen! Dann ist unser Leben beliebig und wir kommen sehr bald zu der Frage: „Was ist der Sinn meines Lebens, wozu lebe ich eigentlich?“

Wenn wir – aus der Gnade Gottes – erkennen dürfen, auf welcher Grundlage wir vom allmächtigen, lebendigen Schöpfergott, unserem liebenden und barmherzigen Vater im Himmel, Anerkennung und Wertschätzung bekommen, wird das unser Leben vollkommen revolutionieren.

Wir würden nicht mehr dafür leben, Anerkennung von anderen zu bekommen, sondern alles daran setzen, unserem himmlischen Vater und unserem Herrn Jesus Christus zu gefallen.

Gal 1,10. „Denn rede ich jetzt Menschen zuliebe oder Gott? Oder suche ich Menschen zu gefallen? Wenn ich noch Menschen gefiele, so wäre ich Christi Knecht nicht.“

Als wahre Gläubige würden wir aufhören, physische Wunder zu bestaunen und anfangen, Gott fürveränderte Menschenleben zu danken und uns darüber zu freuen. Das würde unseren Sinn erneuern, sodass wir unsere Prioritäten richtig ordnen würden.

Was für eine gewaltige Ermutigung ist es, zu wissen, dass Gottes größte Belohnung und sein höchstes Lob denen vorbehalten ist, die Versuchungen mit derselben Einstellung begegnen, wie Jesus ihnen begegnete, nämlich: „Ich würde lieber sterben, als eine Sünde zu begehen oder meinem Vater auch nur in einem Punkt ungehorsam zu sein.“

Aber nicht nur bezüglich der Anerkennung, sondern auch wenn es darum geht, von wem wir unseren Lohn bekommen, müssen wir uns konsequent an Gottes Gebote und sein Wort halten.

Dazu sagte Paulus:

1.Kor 9,15 „Lieber würde ich sterben, als dass ich mir meinen Ruhm von jemand zunichtemachen lasse! 17 Hätte ich diese Aufgabe aus eigenem Antrieb übernommen, könnte ich einen Lohn dafür erwarten. Ich habe sie aber nicht gewählt; sie ist mir übertragen worden: Gott hat mir die Aufgabe anvertraut, seine Botschaft zu verkünden.“

Gal 2,20. „…und nicht mehr lebe ich, sondern Christus lebt in mir; was ich aber jetzt im Fleisch lebe, lebe ich im Glauben ‹, und zwar im Glauben› an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich selbst für mich hingegeben hat.“

Als Christen und Kinder Gottes bedeutet das, dass wir aus der Kraft Gottes - durch Seinen Geist in uns - die Versuchungen im täglichen Leben in Treue zu IHM und Seinem Wort überwinden. Auch, und gerade dann, wenn es keiner sieht.

Phil 2,5. „Habt diese Gesinnung in euch, die auch in Christus Jesus ‹war›, 6. der in Gestalt Gottes war und es nicht für einen Raub hielt, Gott gleich zu sein. 7. Aber er machte sich selbst zu nichts und nahm Knechtsgestalt an, indem er den Menschen gleich geworden ist, und der Gestalt nach wie ein Mensch befunden, 8. erniedrigte er sich selbst und wurde gehorsam bis zum Tod, ja, zum Tod am Kreuz.“

Als Orts-Gemeinden würden wir aufhören, Bedeutung und Anerkennung dadurch zu erreichen, dass wir ein menschenzentriertes Evangelium verkünden, möglichst viele „Geistwirkungen produzieren“, einen weltweiten Dienst begehren, indem wir versuchen angebliche Flüche über Völker zu eliminieren, Völker zu versöhnen und die Gesellschaft transformieren wollten.

Ihr Lieben, was für ein entspanntes Leben als Kinder Gottes und als Gemeinde Jesu Christi, einfach Seinen Willen zu tun und IHM und nur IHM gefallen zu wollen. Amen!

Gottes reichen Segen und viel Perspektive, Zuversicht und Mut.

Reinhold Thalhofer | Adnan Krikor

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